Chronik________________________________           als PDF

Die Originalstatuten sind erhalten geblieben.

Aufzeichnungen bis 1930 sind verloren gegangen.

Die Zeit nach dem ersten Weltkrieg war schwierig. Die Besatzungstruppen verlangten die Ablieferung aller Schusswaffen. Fahnen durften in der Öffentlichkeit nicht gezeigt werden. Auch das Tragen der Schützentracht blieb vorerst untersagt. Um Brauchtumsschießen durchzuführen, mussten Genehmigungen eingeholt werden, die oft nicht erteilt wurden.

 

Von 1930 – 1935 sind Aufzeichnungen erhalten geblieben. Die allerletzte Aufzeichnung vor dem 2. Weltkrieg ist vom Januar 1936. Da wurde einstimmig beschlossen, den Schießstand vom Steinkümpel in den Mühlenberg zu verlegen. Wilhelm Rams erläuterte auch die Gründe, diese wurden aber nicht im Protokoll festgehalten.

 

Wie lange im Mühlenberg geschossen wurde, weiß niemand mehr genau, vermutlich bis 1938. Willi Reuschenbach (Jahrgang 1922) erinnert sich, dass er noch zum Schützenfest 1938 Proviant mit einem Bollerwagen zum Schützenplatz am Mühlenberg gebracht hat.

 

Nach dem zweiten Weltkrieg bestand für das Schützenwesen kaum Hoffnung auf absehbare Zeit das Vereinsleben wieder aufleben zu lassen.

 

Unsere St. Sebastianus Schützenbruderschaft wurde am 30. März 1952 neu gegründet. Die Schützengesellschaft des Brudervereins der „Huhbeener *) schaffte das nicht. Einige frühere Mitglieder schlossen sich in den folgenden Jahren der St. Sebastianus Schützenbruderschaft an.

 

Zu erwähnen wäre, dass Ende der siebziger Jahre die ersten Frauen in den Verein aufgenommen wurden. Das wirkte sich vorteilhaft auf den Zusammenhalt in der Schützenfamilie aus.

 

 

*) Die Schützengesellschaft von 1853 – auch in manchen Schriften mit „St. Hubertus“ aufgeführt – wurden im Volksmund die „Huhbeener“ genannt, was übersetzt wohl „die höher Gestellten“ heißt. Die St. Sebastianer wurden im Volksmund die„ Breetschesjonge“ genannt, was man  darauf zurück führt,  dass viele der Mitglieder als Schreiner oder Zimmermann arbeiteten

 

1952       Wiedergründung: 30.März 1952

–  Hotel „Vier Jahreszeiten“ –

Gründungsmitglieder:  Johann Zimmermann II

Josef Reuschenbach

Peter Over

Willi Boden

Matthias Schneider

Lorenz Henn

Peter Steinebach

Stefan Steinebach

Wilhelm Hardt

Peter Hardt

Johann Zimmermann III                                    Hans Over

Willi Zimmermann

Franz Küpper

Goswin Zimmermann

Karl-Heinz Kröll

Toni Boden

 

 

Provisorischer Vorstand:

Hauptmann:      Goswin Zimmermann

Schriftführer:     Toni Boden

Kassierer:         Johann Zimmermann III

 

  1. April: Anschluss an den Schützenbezirk „Wied“. Kirmes zum  ersten Mal an der Öffentlichkeit, schon 40 Mitglieder. Der alte, historische Schießplätz auf dem Steinkümpel wird wieder hergerichtet, so dass das Königsschießen an Kirmes dort ausgerichtet wird.

 

1953    Die neu uniformierten Mitglieder tragen an Fronleichnam den Baldachin. „Sämtliche Mitglieder haben jetzt Hüte, und in einigen Jahren wird der Verein wieder voll uniformiert sein.“

  1. Oktober: Teilnahme am Herbstschlussschießen in Roßbach. Auf Versammlungen werden u.a. die Themen „Unfall- und Haftpflicht“ sowie das Patronatsfest 1954 besprochen.

 

 

 

1954    1. Hauptmann wird Johann Schmitz,

  1. Hauptmann wird Goswin Zimmermann.

 

Für das 90jährige Bestehen der Bruderschaft wird der neue Schießplatz an der Katzenschleife hergerichtet. Dazu wird ein neues Scheibenloch für acht Scheiben ausgehoben, danach die Schützenhalle aufgestellt, die von der Spar- und Darlehenskasse für 125,- DM erworben wurde. Zur Verkürzung des Anmarschweges, Errichtung eines Steges über die Wied.

 

1955    Teilnahme am Heimatfest des Bundesschützenkönigs Johann Becker in Roßbach. Die Schützenbruderschaft erringt zum ersten Mal den Wanderpokal des Bezirks „Wied“. Die Beteiligung der aktiven Mitglieder am Festzug an Kirmesmontag ist sehr gering.

 

1956    1. Hauptmann wird Peter Hardt, 2. Hauptmann wird Goswin Zimmermann.

 

Die Bruderschaft erringt zum zweiten Mal den Wanderpreis des Bezirkes „Wied“ mit sechs Punkten Vorsprung. Die Versammlung am 28. Oktober beschließt ein Sauschießen zu veranstalten, mit dem am „Kalten Mittwoch“ (15. Nov. 1956) begonnen wird.

 

1957    Auf beiden Bezirksfesten werden die Gruppenpreise errungen. Die Bruderschaft richtet das Bezirkswanderschießen aus. Stiftung zweier neuer Säbel.

 

Auf Anregung der Ehrenmitglieder wird der Boden der Schützenhalle mit Basaltplatten ausgelegt. Am 05. Mai reisten Schützen zum ersten Treffen des neuen Diözesanverbundes.

 

1958    Beim Bezirksfest in Kurtscheid sind nur vier Schützen der Bruderschaft anwesend. Das Sauschießen wird zum ersten Mal mit KK-Gewehren und Zimmermunition durchgeführt. Dazu baut Johann Over einen Stand im Saal auf, der alle Gefahren ausschließt.

 

 

 

1959    Eine außerordentliche Generalversammlung beschließt, den Vorstand um einen Vorsitzenden zu erweitern. Zum ersten Vorsitzenden wird der bisherige Hauptmann Peter Hardt, zum Hauptmann Johann Schmitz II gewählt. Da das Vereinslokal abgerissen ist und am Boden liegt, wird in diesem Jahr das Sauschießen auf der Kegelbahn im „Schützenhof“ ausgetragen.

 

1960    Wegen Umbau des Vereinslokals wird der Sebastianustag im „Wiedischen Hof“ gefeiert.

 

1961    Neuer Vorsitzender wird Franz Küpper. Eine Versammlung am 15. April 1961 beschließt: „Der Sebastianustag wird von nun an auf dem Tag gefeiert, auf den er fällt, auch am Sonntag.“

 

Ferner erfolgt der Beschluss zur Erweiterung der Schießhalle. Die Erd- und Betonierungsarbeiten werden in Eigenleistung erbracht. Den Aufbau der Halle übernimmt die Firma Gebrüder Over. Das Blech zu Abdeckung der Halle stiftet Schützenbruder Johann Schmitz. Die Abdeckung selbst übernehmen Willi Zimmermann, Dachdeckermeister, und Johann Zimmermann, Klempnermeister. Ludwig Hardt führt die Einschalungs- und Betonierungsarbeiten aus. Bis zum Preisschießen am 06. August muss die Halle fertig sein. Fertigstellung der neuen Halle am Abend vor dem Bezirkskönigsschießen.

 

1962    Neuer Vorsitzender wird Willi Weidemann. Die Versammlung beschließt, eine neue Fahne zu bestellen. Die dazu aufgestellte Spendenliste wird ein voller Erfolg.

 

In den Statuten wird nachgetragen, dass der jeweilige Schützenkönig fünf Jahre lang nicht am Königsschießen teilnehmen darf, ausgenommen der Ehrenschuss beim nächstfolgenden Königsschießen. Während seiner Regentschaft gehört der Schützenkönig dem Vorstand an. Dieser Beschluss wurde mit 23 Ja- zu 2 Nein-Stimmen gefasst.

 

 

 

1963    Erstmals nach dem Krieg begleitet am Sebastianustag die Kapelle „Wiedklang“ die Bruderschaft beim Marsch in die Kirche.

 

In Anbetracht des 100jährigen Bestehens wird der Vorstand komplett auf zwei Jahre neu gewählt. Im weiteren Verlauf beschließt die Generalversammlung, eine vollautomatische Scheibe anzuschaffen, damit zum 100jährigen ein schnellerer Schießbetrieb möglich wird. Montage der automatischen Scheibe in der Woche vom 21. – 28. Juli. Die Kabelwerke Stolberg stiften die dazu notwenigen 200 m Kabel.

 

Das Königsschießen gestaltet sich schwierig: Nachdem die beiden Flügel abgeschossen sind, erweist sich der Rumpf als äußerst zäh. Bis weit in die Dämmerung wird Schuss um Schuss auf den Vogel abgegeben. Aber niemand kann an diesem Tag die Königswürde erringen.

 

Nach Rückkehr ins Vereinslokal wird beschlossen, das Schießen am nächsten Morgen fortzusetzen. Gegen 11.30 Uhr am Kirmesdienstag kann Schützenbruder Josef Klein die Königswürde erringen.

 

Beim Sauschießen sollen zwei Säue ausgeschossen werden. Das Schießen findet nicht mehr im Saale statt, sondern auf dem Schießplatz. Eine zweite vollautomatische Scheibe soll erstellt werden.

 

1964    Bildung eines Festausschusses zur Vorbereitung und Durchführung des 100jährigen Bestehens. Festlegung der Festtage auf den 11. – 13. Juli. Schirmherr wird Landrat Oster. Die Veranstaltungen werden im Kolpinghaus unter eigener Bewirtung durchgeführt. Oberwirt wird Fritz Haroska.

 

Pastor Groß übergibt am Festabend dem Verein die neue Fahne. Zum Schluss der Veranstaltung erklingt von der Wiedbrücke der große Zapfenstreich, ihm folgt ein Feuerwerk, veranstaltet von den Junggesellen. Im Festgottesdienst wird die neue Fahne geweiht.

 

 

 

 

1965    Beschluss: Das Königsbier im Sommer auf dem Schießplatz zu trinken und nicht mehr an Sebastianus.

 

Erstes Königsschießen mit einer von der Schützenbruderschaft Bad Hönningen stammenden Vogelbüchse.

 

Aufgrund des hohen Zuwachses an Jungschützen, erstmals Jungschützenkönigsschießen mit KK auf den Vogel auf 50 m.

Da die KK-Geschosse für diesen Vogel zu schwach sind, wird auf den übriggebliebenen Rumpf mit der Donnerbüchse weitergeschossen.

 

Erster Jungschützenkönig: Volker Boden.

 

1966    Die Bruderschaft übernimmt erstmals die Bewirtung am Königsball. Anschluss des Schießplatzes an das öffentliche Lichtnetz.

 

1967    Karl-Heinz Fackert wird Vorsitzender.

Mai – Juni: Erstellung des kombinierten Geräteschuppens und Ausschankraumes an der rückwärtigen Seite der Schießhalle.

 

Erstmals wird nicht geschlossen zum Königsschießen marschiert, da der ausgedehnte Frühschoppen am Kirmesmontag das Aufstellen eines Festzuges unmöglich macht.

 

1968    Gemeinsame Arbeitsleistung: Verlegung der elektrischen Leitung der automatischen Schießanlage in die Erde. Sachschaden durch Einbrecher am Geräteschuppen.

 

1969    Diskussion um die Verlegung des Königsschießen vor der Kirmes. Der traditionalistische Zweig der Bruderschaft setzt sich durch, so dass es bei der bisherigen Regelung bleibt: Königsschießen am Kirmesmontag, Königsball am Nachkirmessonntag.

 

 

 

1970    Beschluss den Kauf der Schützenhalle baldmöglichst zu tätigen.

 

Das Königsschießen wird mit drei Gegenstimmen und einer Enthaltung vorverlegt. Der wirtschaftlich orientierte Teil der Bruderschaft überwiegt.

 

1971    Der Vorstand fordert von der Generalversammlung die Genehmigung zur Betreibung der Aufnahme in das Vereinsregister beim Amtsgericht Neuwied. Die Mitglieder werden aufgerufen an der Jugendförderung mitzuarbeiten und die Geselligkeit zu fördern.

 

  1. April: Beratung und Genehmigung der neuen Satzung.
  2. Aug.: Eintrag in das 3. Vereinsregister unter Nr. 202; Einleitung des Baugenehmigungsverfahrens für die geplante neue Schützenhalle.

 

1972    23. Januar: 108. Generalversammlung. Die Versammlung erteilt dem Vorstand mit Mehrheit den Auftrag, das Baugenehmigungsverfahren einzureichen. Am 18. April wird die Baugenehmigung durch das Landratsamt Neuwied erteilt.

 

Jeder Schützenbruder soll mindestens zehn Arbeitsstunden ableisten oder den Gegenwert von 5,- DM/Std. bezahlen.

24, September: Beginn der Abbrucharbeiten am alten Schießstand. Beginn mit dem Neubau.

 

1973    Fortsetzung der Bauarbeiten an der neuen Schießhalle. Das Königsschießen kann, wenn auch verspätet, am 09 September in der neuen Schießhalle stattfinden. Dies ist nur möglich dank der vielen uneigennützig geleisteten Arbeitsleistungen von Mitgliedern und Nichtmitgliedern sowie der vielen Geld- und Sachspenden.

 

1974    Wegen der stattfindenden Fußball-Weltmeisterschaft wird das Fest des 110jährigen Bestehens in das Jahr 1975 verlegt!!!

 

Die Arbeiten an der Schützenhalle werden fortgesetzt und bis auf einige Kleinigkeiten beendet. Das Königsschießen erfolgt von der neuen Halle aus.

 

 

1975    Die 111. Generalversammlung beschließt, den Schießstand auszugliedern und nördlich vor die Halle zu verlegen.

 

Anträge auf Zuschüsse aus dem „Goldenen Plan“ und aus Sportförderungsmitteln werden an die Bezirksregierung Koblenz und die Kreisverwaltung Neuwied gestellt.

 

Die Versammlung beschließt, wegen der noch auszuführenden Bauarbeiten an der Schießanlage, der umfangreichen Erdbewegungen und nicht zuletzt der bereits erfolgten Verlegung des 110jährigen Bestehens, das 115jährige Bestehen im Jahre 1979 entsprechend zu gestalten und zu feiern.

 

  1. September: Richtfest in der neuen Schützenhalle. Zur baldigen Aufnahme des Schießbetriebes werden die Arbeiten an der Schießanlage begonnen.

 

1976    Auf den Antrag, die Feier des Sebastianusstages auf Samstag zu verlegen erfolgt keine Einigung.

 

1977    Bildung eines Festausschusses anlässlich der Feier des 115jährigen Bestehens.

 

Im Frühsommer Abschluss der notwendigen Pachtverträge mit der Ortsgemeinde Waldbreitbach und den Privateigentümern auf eine Dauer von 30 Jahren.

 

Am 27. Juli wird nach umfangreichen Vorarbeiten der Antrag auf Baugenehmigung für die neue Schießanlage gestellt.

 

Die Arbeiten an der Schießanlage werden fortgesetzt (bzw. die Arbeiten an der neuen Anlage beginnen).

 

Die Beteiligung lässt aber zu wünschen übrig.

 

 

 

 

 

 

1978    Der Bezirkstag überträgt der Bruderschaft die Ausrichtung des ersten Bezirksfestes mit dem Bezirkskönigsschießen. Die Schießanlage wird   so weit fertiggestellt, dass neben dem Königsschießen auf der Zugscheibenanlage ein Mannschaftspokal sowie ein Schüler- und Jungschützenpreisschießen mit dem Luftgewehr durchgeführt werden können.

 

Die Frauen der Bruderschaft tragen durch ihre engagierte Mithilfe zum guten Kassenstand bei. Um diese Zeit treten auch die ersten Frauen der Bruderschaft bei.

 

Im Herbst beginnt das Übungsschießen der Jugendlichen mit dem Luftgewehr, im Spätherbst nehmen mit beachtlichen Ergebnissen bereits zwei Mannschaften am Jugendpokalschießen teil Nach langer Pause meldet die Bruderschaft zwei LG-Mannschaften für die Rundenwettkämpfe an.

 

1979    Der Sebastianus-Tag findet erstmals an einem Samstag in abgeänderter Form statt. Hauptziel in diesem Jahr ist die Fertigstellung der Schießanlage sowie die Gestaltung des Jubelfestes. Juni: Fertigstellung der Gesamtanlage.

 

Zum Auftakt des Festes wird erstmals eine Schießsportwoche mit reger Beteiligung durchgeführt. Das Hauptfest beginnt mit einem Kommers im Kolpinghaus und abschließenden Großen Zapfenstreich an der bengalisch beleuchteten Wied

 

Nach der feierlichen Messe in der Kirche führt am Sonntag der Festzug mit zahlreichen Abordnungen befreundeter Vereine von der Pfarrkirche durch den Ort zum Schießplatz, wo sich die Einsegnung der neuen Anlage durch die beiden Ortsgeistlichen anschließt.

 

Beim Königsschießen versagt die altbewährte Donnerbüchse nach ca. 200 Schuss. Dank der Bereitstellung von Jagdgewehren befreundeter Jäger kann das Schießen weitergeführt werden. Wegen Schließung von Schießanlagen durch die KV wird unserem Verein die Ausrichtung des zweiten Bezirksfestes übertragen.

 

1980    Die Umgestaltung des Sebastianus-Tages hat sich bewährt und wird beibehalten. Die neue Schützenhalle wird an Pfingsten Opfer eines Brandanschlages, der erheblichen Sachschaden verursacht.

 

1981    Erstes Ostereierschießen an Ostersonntag und -montag. Die Junggesellen ermitteln ihren Maikönig auf der Schießanlage.

 

1983    Verstärktes Interesse am Pistolenschießen. Verschiedene Schützen qualifizieren sich für das Bundesschießen in Gymnich bzw. für das Diözesanschießen in Metternich und Andernach. Beim Bezirkskönigsschießen in Irlich ist die Bruderschaft nicht vertreten, da Präses Pastor Veit die notwendige Befürwortung der Teilnahme verweigert.

 

Beim zweiten Bezirkskönigsschießen in Niederbreitbach kann bei Ringgleichheit mit Irlich dank der mehr erzielten 10er Treffer der „Emil-Jenné-Pokal“ errungen werden. Insgesamt werden bei allen Teilnahmen die erzielten Ergebnisse besser.

 

Die Schießsportwerbewoche als Vorveranstaltung zum Königsschießen hat sich bewährt. Beim Königsschießen selbst müssen wieder die Jäger die Flinte aus dem Korn holen, da die alte, reparierte Donnerbüchse nur unter Aufbietung aller Kräfte zu einem Schuss zu bewegen war. So stellt Schützenbruder Waldefried Nassen nebst 2 Büchsen auch noch den Restbestand seiner Munition zur Verfügung, ehe der äußerst zähe, von Manfred Hesseler gebaute, Vogel herabfällt.

 

Der Königsball findet erstmals unmittelbar im Anschluss an das Schießen in der Halle statt.

 

1984    Die Schießergebnisse werden immer besser. Josef Preusser beginnt mit dem Jugendtraining. Seine ersten Erfolge: Michael Stracke wird Bezirksschülerprinz, Jörg Bialek viertbester Schütze des Bezirks Wied.

 

           Im Mai macht ein Erdrutsch dem Schießbetrieb und damit auch dem gesamten Vereinsleben ein jähes Ende.

 

1985    Das Jahr steht ganz im Zeichen des Erdrutsches und den damit verbundenen Wiederaufbauproblemen.

 

Schützenkönig: Heinz Schausten (mit Luftgewehr, da keine andere Möglichkeit). Trainingsmöglichkeiten stellt die St. Hubertus Schützenbruderschaft Roßbach zur Verfügung.

 

1986    Auf der 122. Generalversammlung nehmen die Ausführungen über den Stand und die Fortsetzung der Bauarbeiten an der neuen Schießanlage einen breiten Raum ein.

 

Die Bruderschaft bewirbt sich um die Ausrichtung des Kreiskönigs- und Kreispokalschießens 1986.

 

Einrichtung  eines  regelmäßigen Treffs in Form eines Schützenstammtisches an jedem ersten Montag im Monat.

 

Am 17. Mai wird das Königsschießen 1985 nachgeholt, verbunden mit einem Richtfest. Das Königsschießen wird künftig nicht mehr mit der alten Donnerbüchse durchgeführt, sondern mit dem KK-Gewehr. Am gleichen Tag soll dann abends der Königsball in der Schießhalle stattfinden.

 

1987    Wieder keine Einigung über eine Mitgliedschaft im DSB.

Ende März: Endabnahme der Schießanlage.

 

Auf dem ersten Bezirksfest am 28. Juni wird Julius Dietz Bezirksschützenkönig und damit erster Bezirkskönig in der Geschichte unseres Vereins. Er nimmt damit am Bundeskönigsschießen in Kleve teil. Mitglieder der Bruderschaft begleiten ihn dorthin.

 

1988    Neuaufnahmen erfolgen unter der Bedingung, sich baldmöglichst eine eigene Schützentracht zuzulegen.

Zur Vorbereitung und Durchführung der Feiern des 125jährigen Bestehens der Bruderschaft 1989 wird ein Festausschuss gewählt.

        

                                                          (Zusammengestellt von Jürgen Dietz)

 

 

Auszüge aus den Statuten von 1866:

  • 10:  Jeder Bürger aus der Gemeinde Waldbreitbach, welcher sich eines  unbescholtenen Rufes erfreut, das 18te Lebensjahr zurückgelegt hat und im Stande ist, die bestimmten Beiträge zu leisten, kann aufgenommen werden.
  • 11:  Jedes Mitglied hat bei Aufnahme 15 Silbergroschen und von da an monatlich einen Silbergroschen zu zahlen.
  • 12:  Freiwillige Beiträge werden auch angenommen.
  •  21: Als Hauptfest zum geselligen Vergnügen ist der Kirmesmontag angesetzt, an welchem Tage nachmittags ein Vogelschießen unter Begleitung von Musik stattfinden soll.
  •  23:  Über die abzuhaltenden Bälle, deren jährlich nur 2 abgehalten werden dürfen, hat der Vorstand das Nähere zu bestimmen. Jedes Vereinsmitglied hat das zu bestimmende Entrée zu entrichten. Nur unbescholtene Frauenzimmer haben Zutritt, die Eltern der Mitglieder freien Eintritt.
  • 24:  Das hauptkirchliche Fest ist das Fest des hl. Sebastianus, an welchem Tage für den Verein ein feierliches Hochamt in der Kirche stattfinden soll und woran sich jedes Vereinsmitglied zu beteiligen hat. Außerdem sollen sich die Vereinsmitglieder besonders beteiligen bei den Prozessionen, bei welchen ihre Fahne auch eine Stelle einnehmen soll.
  • 29:  Wer den getroffenen Bestimmungen nicht nachkommt, kann vom Vorstand in eine angemessene Strafe, welche einen Thaler nicht überschreiten darf, verurteilt, bei hartnäckigem Ungehorsam oder Widersetzlichkeit sogar ausgeschieden werden darf.
  • 30: Wer sich kleinerer Vergehen gegen den Ungehorsam, gegen die    brüderliche Liebe, die Friedfertigkeit und Sittlichkeit in Worten, Liedern und Handlungen schuldig macht, muß vom Präsidenten zurechtgewiesen werden. Ist dieses 3mal ohne Erfolg geschehen, so kann das Ausscheiden beim Vorstande beantragt werden. Ebenso wenn sich jemand 2- bis 3mal stark betrunken hat, sei es bei Gelegenheit der Vereinsfeste oder auch bei sonstigen Gelegenheiten.

 

 

  • 31: Jedes Mitglied ist verpflichtet, grobe Überschreitungen der Statuten und der vorher angeführten Überschreitungen von seiten seiner Mitbrüder anzuzeigen. Wer solche Vergehen mit zu verheimlichen sucht, verfällt in dieselbe Strafe.
  • 33: Bei Gelegenheit des Begräbnisses eines Mitgliedes, wird gewünscht, daß alle Mitglieder demselben beiwohnen. Auch soll später ein Tag bestimmt werden, an welchem für die verstorbenen Mitglieder ein Jahrgedächtnis gehalten wird.

 

 

Original-Auszug

„Statuten vom 14. Mai 1866“

 

 

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1989     Jürgen Dietz wurde Bezirkskönig in Niederbreitbach.

 

Höhepunkt in der Vereinsgeschichte: Das Fest zum 125jährigen Bestehen. Festausschussvorsitzender: Helmut Schmitt. Fahnenzug Neuss nahm am großen Festumzug teil.

 

Erstmaliger Gewinn des Amtspokals. Nach über 25 Jahren Gewinn des Bezirks-Wanderpokals.

 

1990    Andrea Reiprich wird Bezirkskönigin in Hausen.

 

Durch Initiative von Willi Reuschenbach wurden im Bezirk Wied neue Rundenwettkampfstaffeln gegründet.

 

Eine Lotto-Tippgemeinschaft soll den finanziellen Untergrund für einen neuen LG-Stand schaffen.

 

1991    40 Jahre Bezirk Wied im Kolpinghaus gefeiert.

 

Unsere Damen bekamen ihre schönen neuen Hüte und beteiligten sich zum ersten Mal an der Ehrenwache in der Pfarrkirche.

 

Ehrenvorsitzender Willi Weidemann am 17. April verstorben.

 

1992    Unsere erste Damenmannschaft wurde beim Sportlerball zur „Mannschaft des Jahres“ gekürt. Große Beteiligung der Schützen beim Umzug zum 100jährigen Bestehen des Verkehrsvereins.

 

1993    Beitritt zum Rheinischen Schützenbund erfolgt.

 

Langjähriger Präses Pastor Manfred Veit wurde mit Ehrenteller verabschiedet.

 

Pläne für den neuen LG-Stand gehen unter Federführung von Josef Becker zur Baubehörde.

 

 

 

 

1994    Jürgen Dietz erarbeitete – nach Rücksprache mit Amtsgericht und  Finanzamt – eine neue Satzung. Diese wird bei der Vollversammlung am 26. März vorgestellt, angenommen und im Vereinsregister eingetragen.

 

Beim Fest zum 130jährigen Bestehen überreicht Elke Starke im Auftrag von Ministerpräsident Rudolph Scharping den Wappenteller des Landes Rheinland-Pfalz. Erstmalig wurde in Waldbreitbach der neue Bezirkskönig in der Pfarrkirche bekannt gegeben: Monika Kurtscheidt, Niederbreitbach.

 

Nach erneuter Vorsprache beim Landrat und verschiedenen Politikern kamen wir in die engere Wahl des Fördertopfes für den neuen LG-Stand. Bullerjahn-Ofen neu.

 

1995    Der Chronist schreibt: Die Holzknechte Wolfgang Täuber und Jürgen Dietz machten etliche Raummeter Holz fürs Schützenhaus. Endlich – Anfang November –  Zusage der Förderung durch den Goldenen Plan. Schon Anfang Dezember Verschiebung des Walls und Aushebung der Fundamente.

 

1996    Julius Dietz verkündet auf der Jahreshauptversammlung: Die Bruderschaft ist schuldenfrei. (Viele Baumaßnahmen nach dem verheerenden Erdrutsch 1984). Die Chronik hält fest, die Finanzierung des LG-Standes ist gesichert. Geholfen haben dabei 4.680,- DM der Frauen durch jahrelangen Verkauf von Kaffee und Kuchen und 13.800,- DM durch Willis Lotto-Spiele.

 

Nach 29 Jahren stellt sich Karl Heinz Fackert nicht mehr zur Wahl. Justus Reiprich wird Brudermeister.

Das ganze Jahr stand der neue LG-Stand im Mittelpunkt der Arbeitsaktivitäten. Am 09. April kommt der Dachstuhl.

Julius Dietz wird zum zweiten Mal Bezirkskönig. Große Beteiligung an der Heilig-Rock-Wallfahrt.

 

Goswin Zimmermann – Gründungsmitglied nach dem 2. Weltkrieg und 20 Jahre Vorstandsarbeit – ist verstorben.

Die Rundenwettkämpfe werden schon am dem neuen LG-Stand durchgeführt.

 

 

1997    18. – 19. April: Einweihung des neuen LG-Standes. Das erste Mal Adventsfeier im Schützenhaus ab nachmittags wegen der Kinder.

 

Großes Eisentor zum KK-Stand endlich fertig. Restarbeiten im Laufe des Jahres. Fahrt nach Freudenberg.

 

1998    Fahrt nach Trier mit Pastor Helmig. Neuer Rekord beim Königsschießen, erst beim 512. Schuss fiel der zähe Holzvogel. Nach umfangreichen Arbeiten wurde am 09. Oktober der neue KK-Stand eingeweiht. Erstmaliger Gewinn des Kreispokals. Das Kreiskönigsschießen der Sportschützen fand bei uns statt.

 

1999    Einer der schönsten Schützenausflüge: Da die geplante Zwei-Tagesfahrt nach Brüssel und Brügge mangels Beteiligung ausfiel, fuhren wir in den Hunsrück und an die Nahe. Abschluss in Weiler.

 

2000    Schützenausflug nach Erfurt und Weimar.

Unsere Bruderschaft richtet Bezirkswandertag aus.

Die erste aufgestellte LG-Mannschaft steigt in die Landesoberliga auf.

 

2001    Ausflug nach Köln, Reiseleiter: Dorit und Adi Offermann. Erstmalig in der Vereinsgeschichte wurde ein Wettschießen unter allen ehemaligen Königen ausgetragen. Sieger wurde Brudermeister Justus Reiprich.

 

2002    Mit dem Bezirk nach Berlin. Günter Nöske wird Bezirkskönig. Ehrenbrudermeister Karl-Heinz Fackert verstorben.

 

2003    Die Seniorenmannschaft mit Peter Specht, Manfred Hartmann und Justus Reiprich werden im RSB erstmals Landesmeister in der Disziplin LG (aufgelegt), auch zum wiederholten Male Sieger bei den Bundesmeisterschaften mit Richard Hahn und Herbert Voßenkaul.

 

 

 

 

2004    Kleiner Festakt zum 140jährigen Bestehen unserer Bruderschaft in der Pfarrkirche unter Mitwirkung des Kirchenchores. Alle Bruderschaften im Bezirk „Wied“ und viele Ortsvereine mit Fahnenabordnung beteiligen sich am Umzug.

 

Robert Schmidt und Manfred Hartmann in original Bergmannstracht bei der Einweihung des neuen Bildstocks.

 

Zum zweiten Mal Ausrichter des Kreiskönigs- und Kreispokalschießens.

 

Tombola erbrachte € 800 für caritative Zwecke.

 

2005    Schützenausflug nach Kaub.

Michael Wilberg wird Diözesanjungschützenkönig in Polch. Unsere Damenmannschaft mit Marita Babenhauserheide, Sigrid Hahn und Helga Reiprich wurde Bundessieger in den Disziplinen LG (aufgelegt) und KK (aufgelegt).

 

2006    Der Sebastianustag findet zum ersten Mal sonntags nach der Hl. Messe im Schützenhaus statt. Mit großer Abordnung bei der Einführung des neues Pastors Josef Mettel. Jochen Kirscht wird Bezirkskönig.

 

2007    Ab Januar große Renovierung des Schützenhauses: Neue Decke, stromsparende Lichtquellen. Unser Mitglied Monika Weber wird neue Bundesmeisterin des Bezirksverbandes „Wied“.

 

2008    Die Bruderschaft nahm an mehreren Veranstaltungen zur Seligsprechung von Mutter Rosa teil. In Trier durfte unsere Bruderschaft den Einzug in den Dom anführen. Ehrenmitglied Franz Täuber verstorben.

 

2009    Planwagenfahrt nach Leutesdorf. Schützenkönigin Gabi Dietz lädt zum Kranzbinden ein. Wandertag. Holzplatz kommt unter Dach und Fach.

Große Tombola zugunsten der Pfarrkirche. Pastor Mettel wurden € 650 überreicht.

 

2010    Nach einstimmigem Beschluss vom 19. August 2009 fand das Schützenfest nach einem neuen Modus statt. Beginn: Sonntags um 13.30 Uhr mit der Abholung der Majestäten.

Wandertag nach Roßbach, Klaus Wittlich aus Kurtscheid wird Bundesschützenkönig.

 

2011    Erneut kleiner Erdrutsch im Pistolenstand. KK-Rückwand in der Deckung erneuert. Das Königsbier fällt aus. Stattdessen Wandertag. Die Mitglieder bekommen neue grüne T-Shirts.

           Beteiligung im Fackelzug zum 50. Geburtstag Fürst zu Wied.

Justus Reiprich wird Kreiskönig.

 

2012    Ehrenmitglied Willi Reuschenbach wird 90. Es wird gefeiert im Schützenhaus. Eine Abordnung gratulierte zur Diamantenen Hochzeit von Käthe und Herbert Voßenkaul.

 

Unsere Damenmannschaft mit Marita Babenhauserheide, Monika Weber und Helga Reiprich wurde – wegen des erfolgreichen Abschneidens bei den Bundesmeisterschaften  mit mehreren ersten Plätzen – zu „Sportlern des Jahres“ gekürt.

 

Auf Beschluss vom 21. Januar 2012 wird die Kaiserwürde eingeführt: Julius Dietz und Justus Reiprich.

 

2013    Erstmals in der Vereinsgeschichte tritt der amtierende Schützenkönig am Sebastianustag zurück.

 

Festausschuss  tagt monatlich  um das große Fest 2014 vorzubereiten.

 

Alle zu vergebenen Bezirkswanderpokale gingen nach Waldbreitbach.

 

  1. März: Große Beteiligung der Schützen bei der Wiedereröffnung der Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“.

 

  1. Mai: Beteiligung mit Fahne zum Festakt mit Bischof Dr. Stephan Ackermann auf dem Klosterberg anlässlich des 150jährigen Jubiläums.

 

(ab 1989 zusammengestellt von Justus Reiprich)

 

Vorsitzende – 1. Brudermeister der Bruderschaft:

1930 – 1933                  Wilhelm Rams              Hauptmann

1934 – 1935                  Ludwig Hardt                Hauptmann

–       Keine Aktivitäten bis zur Wiedergründung 1952  –

1952 – 1953                  Goswin Zimmermann    Hauptmann

1954 – 1955                  Johann Schmitz            Hauptmann

1956 – 1957                  Peter Hardt                   Hauptmann

1958 – 1959                  Johann Schmitz            Hauptmann

1960                             Peter Hardt                   Vorsitzender

1961                              Franz Küpper                Vorsitzender

1962 – 1966                  Willi Weidemann           Vorsitzender

1967 – 1995                  Karl-Heinz Fackert         1. Brudermeister

1996 –   2014                 Justus Reiprich             1. Brudermeister

2014 –                           Thomas Over                1. Brudermeister

 

Ehrenbrudermeister Karl – Heinz Fackert

 

  • Seit 1963 im Vorstand
  • Von 1967 – 1995

Brudermeister

 

  • 1996 Ernennung zum

Ehrenbrudermeister

 

  • Am 06. Juli 2002

verstarb er nach

längerer Krankheit

 

  • Karl – Heinz Fackert

engagierte sich nicht nur im gesamten Waldbreitbacher Vereinsleben, sondern auch in der Kommunalpolitik

 

 

 

 

Unsere Schützenkönige:

1930  Franz Hoitz

1931  Franz Hertling

1932  Heinrich Schwarz

1933  Ferdinand Zimmermann

1934  Jakob Kappes

1935  Peter Nelles

1952  Arthur Zöller

1953  Otto Paganetti

1954  Willi Zimmermann

1955  Waldefried Nassen

1956  Johann Schmitz

1957  Heinrich Schwarz

1958  Franz Küpper

1959  Willi Zimmermann

1960  Ludwig Hardt

1961  Willi Zimmermann

1962  Goswin Zimmermann

1963  Josef Klein

1964  Helmut Schmitt

1965  Heinrich Klein

1966  Julius Dietz

1967  Josef Over

1968  Karl-Heinz Klein

1969  Willi Reuschenbach

1970  Rudi Over

1971  Willi Schicker

1972  Ludwig Kötting

1973  Norbert Mönig

1974  Hans Schütz

1975  Franz Täuber

1976  Manfred Schütz

1977  Dr. Günther Manke

1978  Karl-Heinz Fackert

1979  Helmut Schützeichel

1980  Justus Reiprich

1981  Jeannette Täuber

1982  Stefan Lisak

1983  Franz-Josef Preußer

1984  Heinz Schausten

1985  Manfred Schütz

1986  Julius Dietz

1987  Manfred Hesseler

1988  Jürgen Dietz

1989  Andrea Reiprich

1990  Wolfgang Täuber

1991  Franz Täuber

1992  Lotti Schmitt

1993  Rainer Mosler

1994  Helga Reiprich

1995  Julius Dietz

1996  Thomas Kötting

1997  Vera Kirscht

1998  Justus Reiprich

1999  Jochen Kirscht

2000  Sigrid Hahn

2001  Günter Nöske

2002  Siegwald Grahlow

2003  Klara Täuber

2004  Frank Kötting

2005  Jochen Kirscht

2006  Klaus Esch

2007  Sigrid Hahn

2008  Gabi Rockenfeller-Dietz

2009  Werner Scheid

2010  Joachim Kersten

2011  Justus Reiprich

2012  Jochen Kirscht   (nach 5 Monaten zurückgetreten)

2013  Thomas Over

2014  Gabi Rockenfeller-Dietz

2015 Werner Scheid

2016 Annelie Weber

 

Kaisertitel:  (nach drei vollen Jahren als                Julius Dietz

König unserer Schützenbruderschaft):                     Justus Reiprich

 

Kreiskönige der Historischen                             1983   Stefan Lisak

Deutschen Schützenbruderschaften:                   2011  Justus Reiprich

2014  Gabi Rockenfeller-Dietz

 

Kreiskönig

Schützenkreis Neuwied (RSB)    2003  Dr. Heiner Kussmaul

 

 

Weitere sportliche Erfolge unserer Schützenbruderschaft:

1998  Kreispokal in Niederbreitbach             2003 Kreispokal in Rothe Kreuz

Ab Mitte der 90er Jahre viele Titel und Treppchen-Plätze bei den Diözesan-

und Bundesmeisterschaften.

 

Bezirkskönige beim Königsschießen des Bezirks „Wied“:

1987  Julius Dietz       1990  Andrea Reiprich          1998  Vera Kirscht

1989  Jürgen Dietz     1996  Julius Dietz                  2002 Günter Nöske

2006  Jochen Kirscht

2014 Thomas Over

 

Bezirksprinzen:   1987  Thomas Reiprich        1991  Thomas Reiprich

1995   Alexander Nassen     1996  Frank Kötting                                1997   Stefan Täuber                  1998   Martin Durst

2003  Michael Wilberg          2004  André Schmidt

2005  Michael Wilberg          2007 Lea Girnstein

 

 

Bezirksschülerprinz:   1980  Thomas Over        1984  Michael Stracke

1985  Thomas Reiprich      1992  Marcel Kussmaul   1995  Jürgen Rams

1997 Ulrich Lemperz          1999  Sebastian Lerbs       2001  Benjamin Pullig

2005  Lea Girnstein             2009  André Kirscht            2010  Maik Weber

 

Kreisprinzenwürde:                        Jugend:    2011  André Schmitt

2012 Maik Weber

Schüler:    2012  Pascal Rosbach

 

Diözesan-Jungschützenkönig:     2005  Michael Wilberg

 

Jungschützenkönige:

 

1965  Volker Boden                                           1994  Thomas Kötting

1966  Heinz Reuschenbach                              1995  Frank Kötting

1967  Wolfgang Täuber                                    1996  Stefan Täuber

1968  Klaus-Peter Klein                                     1997  Martin Durst

1969  Sepp Zimmermann                                   1998  Florian Fischer

1970  Hans Zimmermann                                   1999  Jürgen Rams

1971  Sepp Zimmermann                                   2000  Jürgen Rams

1972  Berthold Schumann                                 2001  Michael Wilberg

1979  Richard Over                                           2002  Michael Wilberg

1980  Dirk Fernholz                                          2003  André Schmitt

1981  Michael Görgen                                      2004  Michael Wilberg

1983  Martin Hardt                                            2005  André Schmitt

1985  Thomas Reiprich                                    2006  Lea Girnstein

1986  Thomas Reiprich                                    2007  Alex Girnstein

1988  Alexander Nassen                                  2008  André Schmitt

1989  Alessandro Orru                                      2009  Katrin Wilberg

1990  Thomas Reiprich                                    2010  André Kirscht

1991  Thomas Reiprich                                    2011  André Schmitt

1992  Jürgen Salz                                             2012  Maik Weber

1993  Alexander Nassen                                  2013  Maik Weber

 

 

 

Schülerprinzen:

 

1979  Dirk Fernholz                                          1998  Sebastian Lerbs

1980  Thomas Over                                          1999  Sebastian Lerbs

1983  Michael Stracke                                      2000 Tobias Eschweiler

1984  Thomas Reiprich                                     2001  Katrin Wilberg

1985  Jürgen Salz                                             2002  Katrin Wilberg

1986  Alexander Nassen                                   2003  Alex Girnstein

1988  Jürgen Salz                                             2004  Lea Girnstein

1989  Marcel Kussmaul                                    2005  Alex Girnstein

1990  Alexander Nassen                                  2006  André Kirscht

1991  Marcel Kussmaul                                    2007  André Kirscht

1992  Marcel Kussmaul                                    2008  André Kirscht

1993  Jürgen Rams                                           2009  Maik Weber

1994  Jürgen Rams                                          2010  Maik Weber

1995  Uli Lempertz                                            2011  Maik Weber

1996  Uli Lempertz                                           2012  Pascal Rosbach

1997  Sebastian Lerbs                                     2013  Adrian Kerka

2015 Matthias Wittlich

2016 Matthias Wittlich

 

 

Bürgerkönige:

 

1979  Franz-Josef Hertling                               2000  Annegret Wallraf

1980  Hans Döring                                           2001  Awa Rumler-Samé

1981  Ewald Zimmermann                                2002  Heike Jettner

1983  Hans Döring                                           2003  Dorit Offermann

1985  Hans Döring                                           2004  Heike Steinebach

1986  Ildefons Nassen                                     2005  Karl-Willi Engels

1988  Marita Babenhauserheide                     2006  Roswitha Engels

1989  Max-Josef Heumann                              2007  Dorit Offermann

1990  Max-Josef Heumann                              2008  Maria Schmidt

1991  Ildefons Nassen                                     2009  Mary Schütz

1992  Doris Hoffsümmer                                  2010  Dorit Offermann

1993  Brigitte Katin                                          2011  Robert Schmidt

1994  Richard Heemskerk                                2012  Frank Kötting

1995  Gunny Heemskerk                                  2013  Silke Beyer

1996  Helmut Arenz                                          2014  Josef Schmidt

1997  Richard Heemskerk                                2015 Martin Lerbs

1998  Willi Seibert                                            2016 Renate Hauschild

1999  F. v. Achtern

 

Präses:

1921 – 1955                  Pastor Bertram Möhren

1955 – 1963                  Pastor Werner Sandkaulen

1983 – 1969                  Pastor Josef Groß

1970 – 1980                  Pastor Otto Berberich

1980 – 1993                  Pastor Manfred Veit

1994 – 2005                  Pastor Hermann Helmig

2006 – 2013                  Pastor Josef Mettel

2013 –                           Pastor Marco Hartmann

 

 

 

 

St. Sebastian 

der Namenspatron unserer Schützenbrüder

Alljährlich am 20. Januar begehen unsere Schützen ihr Patronatsfest und gedenken dabei des heiligen Sebastian, der zu Zeiten des Kaisers Diokletian um das Jahr 300 n. Chr. römischer Offizier war.

Wegen seiner Treue und Zuverlässigkeit besaß er das besondere Wohlwollen seines kaiserlichen Herrn, der ihn trotz des Gerüchtes, er sei heimlicher Christ, zum Befehlshaber seiner Palastwache ernannt hatte.

Sebastian war mit Leib und Seele Soldat, widerstand jedoch Kraft seines Christenglaubens allen Verlockungen des Soldaten- und Hoflebens. Seine dienstfreie Zeit verbrachte er bei seinen Glaubensbrüdern, denen er dank seines Einflusses oft von großem Nutzen war.

Als Diokletian die letzte Christenverfolgung durchführte, besuchte Sebastian seine Gemeindebrüder in den Gefängnissen und brachte ihnen die weiße Hostie. Als er einmal die gebotene Vorsicht zu sehr außer Acht ließ, wurde er verhaftet und zum Tode durch Erschießen verurteilt. Allein, die Bogenschützen trafen schlecht. Er wurde schwer verwundet, war besinnungslos, aber nicht tot. Im Hause von Freunden wurde er in monatelanger Pflege wiederhergestellt.

Da die Christenverfolgung noch andauerte, reifte in Sebastian der Entschluss, selbst vor den Kaiser zu treten und diesem sein Unrecht vorzuhalten. Diesem Plan folgte die Tat. Diokletian aber war empört und ließ seinen ehemaligen Palasthauptmann abermals festnehmen und wegen Majestätsbeleidigung in der kleinen Arena des Palatin mit Knüppeln erschlagen.

Sebastian starb mutig für seinen Glauben, wie er auch als Soldat mutig seinen Mann gestanden hatte.